Zehn Tipps, wie ihr auf euren Hochzeitsfotos toll ausseht

Lesezeit: ca 13 Minuten

1. Bucht den besten Fotografen

(Spoiler: Teuer ist nicht automatisch besser!)

 

Ja ne, ist klar, oder? Aber die Wahl des richtigen Fotografen kann ein Minenfeld sein. Woher weiß man, wer gut ist und wer nicht? Wie viel darf man ausgeben?

Während viele Hobbyfoto- und Videografen (mit dem besten Ziel im Herzen) sehr wahrscheinlich keinen fesselnden, atemberaubenden Film über eure Hochzeit machen, glänzen große Filmunternehmen mit Erfahrung und Expertise, führen aber den Preisvergleich mit großem Abstand an der oberen Spitze an. 

 

Was euch keiner verrät: Sobald das Wort "Hochzeit" fällt, werden für die selbe Leistung des Fotografen (z.B. die Anzahl der Stunden für Fotografie und Nachbearbeitung) höhere Preise fällig als beispielsweise bei Events, Geburstagen etc..

Heiraten ist im laufe des letzten Jahrhunderts zu einer Industrie geworden, die sich solche Preise erlauben kann und schlauer ist man als Kunde oft erst hinterher.

 

 

Deshalb: Recherchiert gut. Fragt mehrere Fotografen an und kommt ins Gespräch. Hochzeitsblogs sind ein guter Anfang. Die Preise schwanken massiv, je nach Ort, Erfahrung und Art der Berichterstattung, aber Fakt ist: Teuer ist nicht automatisch besser!

2. Ein Verlobungs-Shooting!

Wenn euer Fotograf ein Verlobungs-Shooting als Teil des Pakets anbietet, dann nehmt es an! Verlobungs-Shootings sind eine großartige Möglichkeit, nicht nur vor der Kamera zu üben, sondern euren Fotografen vor dem Hochzeitstag kennen zu lernen. Ihr könnt herausfinden, wie ihr auf den Fotos aussehen werdet, und erhaltet außerdem einige süße Aufnahmen von euch. More Photography bietet bei jeder Anfrage eine KOSTENLOSE Verlobungssitzung an. Nutzt sie!

3. Vertraut ihnen

Eine ihrer größten Nörgeleien aller Hochzeits-Kameramännern, die ich kenne, ist, wenn ein Kunde ihnen eine detaillierte Liste mit jedem einzelnen Punkt, den er gefilmt haben will, überreicht - das Kleid, das vor dem Fenster hängt, die Schuhe, die Braut, die in ihr Kleid steigt, der Vater, der stolz aussieht... ihr versteht schon. Vertrauen eurem Kameramann oder Fotografen. Er oder sie macht schon viel länger als ihr, und sie wissen genau, welche Aufnahmen sie machen müssen... und wenn nicht, geht zurück zu Punkt 1. und bucht jemand anderen!

 

Wenn ihr etwas besonders sentimentales oder einzigartiges habt, das ihr gerne verewigt hättet (vielleicht ein Schmuckstück, das in eurer Familie weitergegeben wird), dann lasst es sie wissen, aber gebt ihnen keine Liste mit jeder einzelnen Aufnahme, die ihr wollt. Lasst eure Kameramänner und Fotografen ihre Arbeit machen und kreativ sein. Ihr werdet den Tag mehr genießen, was zu besseren Ergebnissen führen wird.

4. Denkt an das Licht

Dies ist eine weitere (und wichtige!) Sache, die Paare in der Regel nicht in Betracht ziehen (oder nicht einmal wissen, dass sie sie in Betracht ziehen müssen), aber seid euch bewusst, dass das Licht im Laufe des Tages wechselt und dass unterschiedliche Lichtverhältnisse zu sehr unterschiedlichen Filmen führen.

 

Wenn ihr zum Beispiel eine Winterhochzeit habt, wird es wahrscheinlich gegen 15.30 Uhr/16 Uhr dunkel, deshalb müsst ihr eure Zeremonie wirklich früh am Tag abhalten, damit euer Foto- und Videoteam eine Chance hat, einige großartige Porträts und Gruppenaufnahmen zu machen, bevor das Licht zu verblassen beginnt. Noch besser ist es, wenn ihr die Möglichkeit habt, einen "first Look" zu haben. Hierbei sieht sich das Brautpaar vor der Zeremonie und machen dabei schon Bilder.
Wenn ihr nicht abergläubisch seid, ist das eine großartige Gelegenheit und emotionale Aufnahmen sind euch garantiert. 

 

Denkt beim Aussuchen der Location an das Licht in jedem Raum. Ist das Schlafzimmer, das ihr vorbereitet, klein, eng und überfüllt? Sind die Wände des Trauungsraums mit dunklem Holz verkleidet und mit kleinen Fenstern versehen? Denkt daran, dass Kinematographie im Wesentlichen ein Malen mit Licht ist, und wenn es kein Licht gibt, können eure Kameramänner auf den Einsatz von Videolicht nur bedingt verzichten.

5. Denkt an die Zeremonie

Eure Zeremonie wird zweifellos zu den wichtigsten Teilen eurer Hochzeit gehören. Die meisten Paare, mit denen ich nach ihrer Hochzeit spreche, sagen, dass sie überrascht waren, wie sehr sie auch diesen Teil geschätzt haben. Er fliegt auch in einer nervösen Unschärfe vorbei, und ihr werdet euch wahrscheinlich nicht mehr so gut daran erinnern, also ist dies doppelt wichtig.

Leider erlauben einige Pfarrer, Priester und Standesbeamte keine Zeremonienfotografie oder bestehen darauf, dass der Fotograf die ganze Zeit im hinteren Teil des Raumes steht.

Sprecht mit der Person die die Zeremonie leitet, um vorher herauszufinden, ob es irgendwelche Einschränkungen gibt.

Eine weitere Sache, die ihr bedenken solltet, ist, eure Gäste höflich zu bitten, während der Zeremonie keine (auffälligen) Fotos zu machen. Gäste, die beim Gang zum Altar Mobiltelefone hochhalten, oder Blitzlichter, die während der gesamten Gelübdezeit losgehen, werden euch und die anderen Gäste nur ablenken (und/oder die professionellen Aufnahmen ruinieren).

6. Bucht einen Make-Up Artist

Ihr möchtet an eurem Hochzeitstag fantastisch aussehen und ein professioneller Make-up-Artist kann euch dabei helfen. Wenn ihr noch nie von einem Profi geschminkt wurdet, werdet ihr staunen, was für einen Unterschied das machen kann!

Lasst die Spray-Bräune weg (der Umpa-Loompa-Look war noch nie attraktiv) und versucht keine grundlegend neue Experimente, Stilveränderungen oder Reinigungsmittel. Wenn ihr eine vorhochzeitliche Beautybehandlung wie eine Gesichtsreinigung plant, sollten diese mindestens eine Woche vor dem großen Tag durchgeführt werden, damit alles abheilen kann. 

 

Denkt daran: Unreinheiten sind auf Fotos leicht zu retuschieren, auf Videos dagegen nicht. Ein professioneller Make-Up Artist kann für einen ebenmäßigen, strahlenden Teint sorgen!

7. Werdet kreativ

Euer Fotograf knippst nicht ziellos Fotos. Tatsächlich sind Foto- und Videografen ein super kreativer Haufen, also seid offen für ihre Ideen und vertraut ihnen (siehe Punkt 3.)! Für Ihre Porträts solltet ihr euch ihre Ideen anhören und euch nicht scheuen, ein wenig von Pfad abzuweichen. Nehmt euch für diesen Teil des Tages so viel Zeit wie möglich. Je mehr Zeit der Fotograf oder Kameramann hat, desto besser werden die Ergebnisse sein. Versprochen!

8. Nehmt euch ausreichend Zeit

Wie ich schon sagte, ist die Zeit von entscheidender Bedeutung, und je mehr Zeit Ihr Foto- und Videoteam hat, desto besser. Sie sind die Experten, also fragt sie, wie lange jedes Element ihrer Meinung nach dauern sollte.

 

Gruppenaufnahmen zum Beispiel sind dafür berühmt, dass sie länger dauern, als ihr erwartet. Es kann eine Weile dauern, bis man eine kamerascheue Tante überzeugt hat, mit auf das Foto zu kommen. 

 

Folgende Timing wären in einer idealen Welt perfekt:

Vorbereitung: Etwa eineinhalb Stunden mit der Braut vor der Zeremonie zu verbringen, würde mir genug Zeit geben, alle Details des Kleides, der Schuhe, des Schmucks usw. zu fotografieren und einige informelle Fotos von allen zu machen. Es gibt immer einen großen Andrang, bevor alle weitermüssens, und ich hätte gerne 15-20 Minuten Zeit, um die Braut mit den Brautjungfern und der Mutter zu porträtieren, bevor ich losstürze. Manchmal geht das verloren, weil die Zeit schneller vergeht, als die Leute erwarten, und es ist eine Schande, auf diese Aufnahmen verzichten zu müssen.

 

Braut- und Bräutigamporträts: Für ein Paar-Shooting habe ich gerne mindestens eine Stunde Zeit. Ein guter Tipp ist, dass auch zwischen dem Abendessen und dem Abendempfang meist eine gewisse Pause eingelegt wird. Das ist eine gute Zeit, um ein paar zusätzliche Fotos zu machen, und das Licht ist besonders schön, wenn die Sonne untergeht. Das Paar hat oft etwas Wein getrunken und ist zu diesem Zeitpunkt auch viel entspannter! :)

9. Füttert sie rechtzeitig

Entgegen der landläufigen Meinung sind auch Fotografen und Kameramänner Menschen, und Menschen brauchen Nahrung oder sie werden gar sehr mürrisch. :)

Euer Kameramann bittet normalerweise darum, zur gleichen Zeit wie ihr zu essen (niemand braucht einen Film von sich selbst mit vollem Mund und Krümeln im Gesicht). Das Hochzeitspersonal wird oft als letztes versorgt, aber wenn ihr darum bittet, dass es zur gleichen Zeit wie die Gäste verpflegt wird, ist es fertig und bereit, eure Reden direkt nach dem Essen zu filmen.

10. Seid natürlich

Euer Hochzeitsfilm ist nicht von der Stange - More Photography bemüht sich, euren Tag auf der großen Leinwand zum Leben zu erwecken, aber wir wollen nichts erzwingen oder vortäuschen. Seid also echt, lasst eure Persönlichkeit durchscheinen und entspannt euch! Es ist unsere Aufgabe, euch gut aussehen zu lassen - und das Beste, was ihr tun könnt, ist, einfach euren Hochzeitstag zu genießen und im Moment zu bleiben.

Wir wünschen euch viel Freude beim Planen und eine tolle Hochzeit!

 

Eva & Filip

Kommentar schreiben

Kommentare: 0